Garten der Stille Römerswil

 

Die Entstehung bis zu heutigen Pracht

Grundstein für den Garten war die Liebe zu meinem Mann Melchior, aus der ein innerer Auftrag, den Garten anzulegen, entstand.

 





1991

Ich nahm ein starkes Bedürfnis wahr, mit den Naturwesen eine neue Verbindung einzugehen und die Menschen in der Umgebung zu erfreuen. Der Garten der Stille ist nicht mit dem Kopf entstanden. Die Pflanzenwesen sagten mir jeweils, wo sie hingepflanzt werden wollten. Das ist der Grund, warum der Garten eine so grosse Harmonie und Liebe zum Kosmos in sich trägt und ausstrahlt. Da Melchior und ich mit allen Haushaltsgegenständen ausgerüstet waren, wünschten wir uns zur Hochzeit statt teure Geschenke, Pflanzen oder einen Beitrag zum Garten. Dieser Geschenkfluss hat bis heute nie aufgehört. So wurden mir immer wieder Pflanzen und Dekorationsgegenstände geschenkt, die ich in den Garten setzte. Der Garten neben dem Haus entstand als erstes. Ich hob Erde aus, um einen Teich zu platzieren, bis Melchiors Vater mir half und der Boden mit der Traktorschaufel ausgegraben wurde. Die Entstehung des ersten Teiches erfreute den Vater besonders. Mit viel Liebe wurden Blumen darum gepflanzt. Melchiors Mutter befürchtete allerdings, dass ein Kind in den Weiher fallen könnte. Deshalb kaufte ich vom Hochzeitsgeld einen grossen Rosenquarz, den ich an den Rand des Teiches setzte. Die Mutter war mit diesem Haushüter-Stein beruhigt und hatte keine Angst mehr. Der Garten begann sich auszudehnen, zuerst rund um das Haus. Der Kräutergarten entstand, und immer kamen noch mehr Blumen hinzu. Das Buchs-Rondell und der Osterglockenkreis nahm Gestalt an. Ich konnte bei einem Angebot für Osterglocken-Zwiebeln nicht widerstehen. Nun war leider der Boden gefroren. Melchior hatte die grandiose Idee, mit dem Hochdruckreiniger Löcher in die Erde zu bohren. So kamen alle Zwiebeln an Ihren Platz und erfreuen uns jeden Frühling immer mehr.

1993

Das Efeuhäuschen wurde errichtet. Ich holte Efeu im Wald- und bald schon war das Häuschen mit dem Klangspiel überwuchert und zur lauschigen Laube geworden.Die Töne des Klangspiels sind auf Schönheit, Liebe und Frieden abgestimmt. In dieser Laube fühlt man sich besonders wohl, weil hier eine grosse Deva, ein Naturwesen ihr Zuhause gefunden hat und nun ihren Segen an die Menschen und an den ganzen Garten weitergibt. Sie ist das grösste Naturwesen des Gartens und hilft, die Energie und auszubalancieren und die Liebe spürbar zu machen. Die vielen Hortensien rund um das Klanghäuschen wurden mir von einer Freundin geschenkt, die auf einem Friedhof die alten Pflanzenschalen entsorgen. Sie brachte viele Jahre lang die verblühten Pflanzen zu mir. Ich konnte vom Recycling viele Dinge wiederverwenden wie Stangen zum Aufbinden, Halterungen für Zäune etc. bis hin zu Stühlen und Tischen In diesem Jahr pflanzte ich auch die Pappeln. Meine Mutter hütete oft die Kinder von einer Nachbarin, die eine Baumschule hatte. Ich durfte zum Dank Pflanzen aussuchen und entschied mich für eine Rosskastanie und 12 Pappelbäumchen. Aus denen zog ich noch 10 weitere und pflanzte alle rund um den Garten. Heute sind sie mächtig gross und edel. Ihre Präsenz spürbar und wohltuend. In dieses Energiefeld wollten auch die Tiere kommen. Als erstes hielt ich die Nenne Nora mit ihren 10 Küken Einzug. Melchiors Mutter freute sich über zwei Gänse als Wächter, die sie vor Einbrecher beschützten. Mir wurden von einem Verwandten zwei Ziegen zum Ferienaufenthalt gebracht. Sie sind bis heute geblieben und haben eine Familie gegründet. Dann kamen 3 Pfauenkinder: Sonne, Mond und Stern. Jedes unserer Tiere hat einen eigenen Namen mit dem es jeden Tag begrüsst und persönlich angesprochen wird. Eine neue Zeit begann: Wir bauten eine grosse Voliere mit Teich, erstellten einen Zaun um das Vogelgehege, bauten noch einen Teich. Ich machte mich auf die Suche nach alten Wohnwagen, in denen die Pfauen sicher schlafen konnten,  während Melchior den ausgedienten Schweinestall zur Verfügung stellte und umgestaltete (grössere Fenster, eine neue Tür, Abteilung für Nester, Stangen für die Hühner, Futter- und Reinigungsvorrichtungen etc.) Nach Vorschrift des Veterinäramtes wurde ein Bodenniveau gesenkt. Der Zoo wuchs gemeinsam mit dem Garten zu seiner heutigen Pracht.


1998

In diesem Jahr ist wieder viel geschehen. Im Nachhinein wurde der Garten mit viel kosmischem Witz erstellt. Ich musste zum Beispiel meinen lieben Melchior immer wieder von der Notwendigkeit überzeugen, dass ich mehr von seinem Weideland für den Garten benötigte. Manchmal half nur eine kleine List. Es gefiel ihm aber meistens, was ich erschuf und er half tatkräftig mit. Ohne seine Unterstützung hätte ich es nicht geschafft. Der Witz bestand auch darin, mir selbst zuzuschauen, was ich denn jetzt wieder auf die Beine stellte, nicht weil ich es wollte, sondern weil ich mich fühlen liess. Ein vermeintlicher Irrsinn, oft auch für mich nicht fassbar und sehr verunsichernd, der später aber immer als Sinn entpuppte und mir eine innige Dankbarkeit und Verbundenheit auslöste. Ich durfte einen Teil vom Erbe meiner Mutter vorbeziehen. So konnten wir den zentralen Weiher in Angriff nehmen. Ich bekam den Aushub und die Planung geschenkt. Gemeinsam mit beauftragten Gärtnern legten wir die schwere Lehm-Jute-Folie in die Mulde. Sand und Steine betteten wir zu zweit ein. Heute ist der Weiher mit seinem Plätschern, den hübschen Fröschen und den Seerosen ein Platz der Kontemplation. Immer am 1. November richte ich mich auf die Weihnachtszeit aus. Ich verbinde mich dann noch stärker mit den Naturwesen, nehme ihre Bitten und Vorschläge auf und verspreche, alles umzusetzen, was mir möglich ist: Ich sage bewusst zu allem Ja. Auf diese Weise entstand ein Kraftplatz: der Kristallkreis. Ich bekam den Impuls, auf dem Boden ein indianisches Medizinrad anzuordnen, gelegt aus Halbedelsteinen. In der Mitte eine Linde zu pflanzen, als Verbindung zwischen den Naturwesen und dem Menschen. Dieses Rad sollte genau nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sein und den vier Elementen entsprechen, Sichtbares mit Unsichtbarem zum Ausdruck bringen. Zum richtigen Zeitpunkt bekam ich Kontakt mit meiner Freundin, deren Mann verstorben war. Er hatte einen grossen Rohsteinhandel. Die Frau musste einen Teil des Geschäftes aufgeben und wusste nicht wohin mit den Rohsteinen. Ich schlug ihr vor, dass ich die Steine in den Garten bringe, sie aber in ihrem Besitz bleiben würden. Sie nahm dankbar an. So fuhren wir die Kostbarkeiten zu uns. Ich reinigte die Steine und legte das Medizinrad mit Rosenquarz, Amethyst und Bergkristall an. Die Wirkung ist deutlich spürbar. An diesem Ort ist eine grosse Kraft und Energie spürbar. Ich übergab die Steine an die Naturwesen zu ihrer Freude und Anerkennung für ihr Dasein. Ich bekam Weihnachtsgeld geschenkt. Davon konnte ich 12 Gartenstühle, 4 Hocker und 7 Bänke aus Holz erwerben. Melchior setzte sie alle zusammen. In der Mitte des Medizinrades wurde die Linde gepflanzt, in diesem Kreis die Gartenmöbel an ihren Platz gebracht. Am 24.Dezember wurde der weibliche Kraftpatz fertiggestellt. Das Ankommen ins Sein. Es war Weihnachten. Am 25. Dezember zelebrierten wir die Weihnachtsfeier unserer Meditationsgruppe im neuen Kraftplatz. Es war tief beeindruckend. Die Devas jubelten vor Freude. (Da ich mit der Zeit aber merkte, dass die Besucher nicht sorgsam mit den Kristallen umgingen, war es ein Bedürfnis, die Freundin auszuzahlen, damit die Verantwortung für die Steine bei mir lag.)


2012

Seit meinem Geburtstag 2010 beschäftigte mich ein Wunsch der Naturwesen: ein keltischen Baumkreis zu erstellen, als Quelle einer Ganzheit. Da ich keine grosswachsende Bäume pflanzen kann, aber die Ganzheit doch versinnbildlichen und erlebbar machen will, schneide ich jedes Jahr die Bäume zurück. In diesem Baumkreis legte ich mit weissem Marmorsteinen eine Venusblume auf den Boden. Die Venus ist der Zwillingsplanet der Erde. Der Ablauf der Venuszyklen um die Erde ist in einer solchen Perfektion angelegt, dass sich das Bild einer Blume ergibt. Dieses Bild lässt mich das Vertrauen fühlen, dass wir getragen werden von einer grossartigen Ganzheit und einer Liebe, die in unserem Herz strahlt. Deshalb macht es mir auch so viel Freude, in den Himmel zu schauen und “DANKE” zu sagen. 2012 bis heute Der Garten gestaltete sich selbst immer weiter. Die Wege entstanden: Traumweg, 3-Wünsche-Weg, 3-Frauen-Weg, Witz-Weg und der Barfüsser-Weg. Das Weidenhaus, das Himmelstor, Dodekaeder und Pyramide zum Hineinsitzen, verschiedene Pavillons, der Ort der Mütter. Die Klanglandschaft, bestehend aus Klangdom, Quintenzirkel, Klangspiel im Efeuhäuschen, OM im Pavillon und die Ton-Klang-Energiepyramide wurde von Wolfgang Deinert, einem begnadeten Musiker und guten Freund aus Deutschland, erschaffen. Formen und Farben, Wachstum und Gedeihen, bis zum heutigen GARTEN DER STILLE. Ich danke auch allen auf irgendeine Weise Beteiligten aus tiefstem Herzen.